Ratingen, 19. September 2026
Die FDP-Ratsfraktion Ratingen möchte Fußgängerampeln im Stadtgebiet verständlicher und sicherer machen. In einer Anfrage an Bürgermeister Patrick Anders schlägt sie vor, ausgewählte Ampeln mit Sekundenzählern auszustatten. Besonders an Überwegen in der Nähe von Schulen, Kindergärten und Seniorenheimen könnten solche Anzeigen für mehr Orientierung sorgen.
Wer eine Straße bei Grün überquert, erlebt häufig, dass die Fußgängerampel bereits während der Querung auf Rot wechselt. Zwar ist in der Ampelschaltung eine Räumzeit vorgesehen, in der die Fahrbahn noch sicher verlassen werden kann. Vielen Menschen ist jedoch nicht bekannt, wie viel Zeit ihnen tatsächlich noch bleibt.
„Gerade Kinder, ältere Menschen oder Personen, die nicht so schnell zu Fuß sind, können verunsichert sein, wenn die Ampel während der Überquerung auf Rot springt. Ein Sekundenzähler würde auf einen Blick zeigen, wie viel Zeit noch bleibt“, erklärt Dr. Markus Sondermann, Vorsitzender der FDP-Ratsfraktion Ratingen.
Mehr Transparenz an der Ampel
Die Idee und Forderung der FDP: Eine Countdown-Anzeige stellt die verbleibende Zeit der Ampelphase in Sekunden dar. Beginnt nach dem Umschalten auf Rot die Räumzeit, läuft der Zähler bis auf null herunter. Vergleichbare Systeme werden nach Angaben der Fraktion bereits in verschiedenen Städten im In- und Ausland eingesetzt.
Die FDP möchte deshalb von der Stadtverwaltung wissen, ob es in Ratingen bereits entsprechende Anlagen gibt und welche Kreuzungen für eine Nachrüstung infrage kommen. Darüber hinaus fragt sie nach den Kosten pro Anlage, dem möglichen Zeitrahmen einer schrittweisen Einführung und verfügbaren Fördermitteln von Land, Bund oder EU.
„Unser Ziel ist eine einfache und verständliche Lösung, die den Menschen unmittelbar hilft. Wer weiß, wie viele Sekunden zum Überqueren der Straße bleiben, kann die Situation besser einschätzen“, so Sondermann.